Alibibesuch auf PEI

Veröffentlicht auf von Martin & Daniel

Trampen wurde uns einfach gemacht: Ray hat uns an der Faehre abgesetzt und schon beim Warten hat unser Charlottetown-Pappkarton ganze Arbeit geleistet. Ohne auch nur einmal den Daumen zu heben, kommen wir bis in die Hauptstadt unserer sechsten Provinz.
Was kann man sagen ueber "the gentle island"? Die Erde ist wirklich ziemlich rot und Aecker tatsaechlich zahlreich. Erreicht man eine Stadt (gibt ja nur zwei, die sich city nennen duerfen) wird es ganz schnuckelig. Man setzt auf das Image als Geburtsort Kanadas. Fein, aber nicht spektakulaer.
Diesmal hat die Spontanitaet-Falle zugeschlagen und wir haben keinen Couchsurfer gefunden und uns ein Hostelzimmer geben lassen. Schnell lernt man so die Couchsurfing-Erfahrungen doppelt schaetzen. Es wimmelt von sich staendig beschwerenden Deutschen und monologisierenden Englaendern. Die meisten wuerden am liebsten drei T-Shirts gleichzeitig tragen: "Ich war gestern betrunken!" "Ich reise durch die Welt." und "Meinen Urlaub bezahlt Papa." Wir haben uns in die lokale Brauerei verzogen und die aufgezwungene Hostelatmosphaere vermieden.
Die Wetteraussichten und unsere erste wahre Hostelerfahrung halten uns nicht gerade, also werden wir heute schon nach Montreal aufbrechen. Das sind 1250 km. Vermuten wir mal zwei Tage.
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