Couchsurfing ist Reisen hoch 2

Veröffentlicht auf von Martin & Daniel

Montreal bleibt spannend. Nach der Entdeckung auf eigene Faust, hat uns Ghislain eine historische Insiderstadtfuehrung gegeben. Als Dankeschoen haben wir ihn mit Buch-, Musik- und Filmtipps im Goethe-Institut versorgt. Eine Stadtwanderung zum Olympiapark und ins Biodrome sind eher unspektakulaer verlaufen, da wir da wohl nach unseren Reisen durch Europa die Messlatte recht hoch legen koennen.
Doch was die beiden letzten Tage wirklich wertvoll gemacht hat, (ohne dabei die Stadt gering schaetzen zu wollen, die ist wirklich der Hammer) waren die Abende mit Ghislain und seinen Freunden. Am Donnerstag waren 3 Deutsche, 1 Franzoesin und 4 Kanadier zusammen gesessen. Wir konnten also sogar mal wieder deutsch mit anderen Menschen reden und haben wieder viele Tipps fuer unsere weitere Reiseroute bekommen. Gestern waren wir dann zwar nur zu viert, aber das war ein Abend der Augen oeffnet. Das Bild des freien Kandiers hat jetzt ein blaues Auge und es ist ein ganz komisches Gefuehl von einem Kanadier zu hoeren »You are lucky to be German and you are lucky to be European«. Vor vier Wochen haetten wir da wohl noch die Augenbrauen hochgezogen und diskussionsunwillig gesagt, wir sind dann erstmal in Kanada. Sehr gute Erfahrung, aber ein Stoff, von dem man erzeahlen muss, sonst schreibt man Buecher. Damit muesst ihr euch jetzt zufrieden geben. Ggedanken muessen ja auch erstmal sortiert werden.
Gestern hatten wir auch einen Blick auf die Kanadakarte und versuchen gerade uns an den uneuropaeischen Massstab zu gewoehnen. Dabei wird die Heimat ganz schoen klein. Wenn wir wirklich einmal durch das ganze Land trampen, entspricht das in etwa der Strecke von Portugal nach Kasachstan. Bis Halifax zum Beispiel (das ist ein »nahes» Ziel) sind es noch ueber 1000 km.
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M
Die Sache mit den beneidenswerten Europaeern hat einen sehr langen Abend gefuellt. Ich versuche es mal auf einen knappen Nenner zu bringen: Eine Verbindung zur EU (einfaches Reisen, Arbeiten, Waehrung) klingt fuer viele junge Kanadier reizvoller, als die enge Verbindung mit den USA. Da liegen ihre Wurzeln, jedoch ist die Moeglichkeit fuer lange Zeit nach Europa zu reisen beschraenkt. Es ging um Kultur (besonders mit dem nahen Unterschied zu den verschiedenen Laendern), Schulsysteme, Internetinhalte unterliegen einer amerikanischen Zensur (z.B. Urheberrechte).<br /> Hoffe, das gibt schon einen Einblick. Wenn Fragen brennen, raus damit. Aber vielleicht mal ein bisschen Recherche betrieben. Koennte ganz interessant sein.<br /> P.S. Am Abend haben wir auch eine eingeschraenkte Freiheit in der Frage wann es nach Hause geht, kennengelernt. Um 3 wurde man vor die Tuer gesetzt.
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S
Mich wuerde mal intressieren warum wir glueck haben Deutsche zu sein und in Europa zu leben. Koennt ihr da bissel naehr drauf eingehen?
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F
Hi Ihr Couchsurfer. Bin gerade über Euren Blog (Top)gestolpert und habe mich gefragt ob Ihr mit Eurem Blog die Community "Auswanderer" ein bisschen beleben und aufpeppen wollt. (Tut nicht weh, nur wenige Clicks dann seid Ihr in der Community. Viele Grüße von der Westküste (San Diego) in den Norden. Franz
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