Die schönere Hälfte des Winters
Im Januar nimmt die Tageslichtspanne jeden Tag um etwa 3 Minuten zu. Das sind 20 Minuten pro Woche und das merkt man deutlich. Nach einem Frühstück im Downtown Hotel ging es heute (endlich) zum ersten Mal snowboarden. Simon (spielt auch Eishockey), Tess (auch eine Kunststudentin), Kirsty und ich mussten den Skihügel zwar zu Fuß oder mit dem Schneemobil erklimmen, aber schon der Ausblick war das wert. Das nächste Mal muss ich unbedingt die kleine Kamera mitnehmen. Der Blick über den verschneiten Klondike River umgeben von den Grenzbergen zu Alaska ist einfach der Hammer.
Die ersten Stolpereien wurden sogar recht schnell zu glücklichen Gewichtsausgleichen. Kirsty hat auf jeden Fall einen guten Lehrjob gemacht, für mein erstes Mal mit beiden Beinen auf einem Brett. Die Sachen, die ich mir vom Andi geliehen habe, sind nicht ganz einfach für Anfänger und der rechte Schuh etwas zu klein. Doch immer wenn ich dachte, jetzt muss ich raus aus dem Schuh, habe ich mich zu einer weiteren Abfahrt überredet. Das nehme ich auch mal als Beweis, dass es absolut Spaß gemacht hat.
Der Liftausfall hat mir ganz nebenbei auch noch meine erste Schneemobilerfahrung gebracht. Jetzt kann ich nachvollziehen, warum "skidooing" viele Kanadier als Lieblingsbeschäftigung angeben. Der Fahrtwind vereist den Bart und obwohl man ordentlich Geschwindigkeit bekommt, kann man durch Gewichtsverlagerung doch einen erheblichen Einfluss auf den Schlitten nehmen. Ohne Frage auch eine komfortable Art, den Berg wieder nach oben zu kommen.
Für den ganzen Spaß hatten wir heute sogar direktes Sonnenlicht. Ja! Die Sonne schafft es wieder über einige der Gipfel und das fühlt sich unglaublich gut an.
Soweit fühlt sich der heutige Sonntag als einer der besten Tage in Dawson bisher überhaupt an. Und das begann eigentlich gestern Abend schon im Downtown Hotel und in the Pit. Für einen Film- und Musikmarathon waren einige Leute in der Stadt, die das Nachtleben mal wieder in etwas Abwechslung getaucht haben.
Gute Nachrichten gibt es auch von der "Kümmer-Front". Am Dienstag bekomme ich meine Arbeitsantragunterlagen von Karen zurück und kann den Papierkram wohl im Laufe der Woche auf die Reise schicken. Sie hat mir auch einen Brieg versprochen, in dem sie beschreibt, dass ich bereits hier gearbeitet habe und sie es sehr begrüßen würden, wenn mein Visum verlängern werden würde. Das gibt mir ein gutes Gefühl für die ganze Sache und auch der zeitliche Rahmen ist perfekt.
Mit ein bisschen Glück - und das zeigt sich wahrscheinlich schon heute - wird die Wohnungssuche für den Sommer deutlich leichter als gedacht. Für den Sommer wollen wir in die Stadt ziehen und ein Haus mit Wasser und Dusche haben. Das würde Vieles einfacher und angenehmer machen und wir haben bereits ein Angebot für ein preislich angenehmes Haus an der Ecke 7th Avenue und Queen Street.
Was jedoch auch nicht heißt, dass uns das Hüttenfieber frisst. Ganz im Gegenteil. Für den Winter ist dieser Platz so unglaublich gut. Die Erfahrung mit Holz zu heizen, ohne fliessend Wasser zu leben und die Northern Lights viel besser als in der Stadt zu sehen. Vorgestern Nacht habe ich die bisher absolut (!) spektakulärsten gesehen. Erst grün, dann weiß und sogar pink. Heftig tanzend. Ein Fest für den Sehnerv. Direkt aus dem Bettfensterkino.
Sollte tatsächlich jemand Schwierigkeiten haben diese Zeilen zu interpretieren: Ich bin fertig angekommen und habe eine super Zeit. Alles läuft wie erhofft und endlich beginnt der aktivere Teil des Winters. Auch die Planung für die nahe Zukunft sieht bestens aus: Heute Abend Danceparty in the pit. Am Wochenende Eishockeyturnier in Dawson mit Mannschaften aus dem ganzen Yukon. Bald wieder snowboarden und weiterhin dreimal die Woche Eishockey, morgen ein Drop-in-Game (spontane Mannschaften, je nachdem wer da ist) am Mittwoch wieder gegen die Old Stars (altverdiente Dawsonites über 32. Nebenbei, unsere Mannschaft heißt Blazing Aces und wird vom Diamond Tooth Gerties Kasino gesponsort.)
Die ersten Stolpereien wurden sogar recht schnell zu glücklichen Gewichtsausgleichen. Kirsty hat auf jeden Fall einen guten Lehrjob gemacht, für mein erstes Mal mit beiden Beinen auf einem Brett. Die Sachen, die ich mir vom Andi geliehen habe, sind nicht ganz einfach für Anfänger und der rechte Schuh etwas zu klein. Doch immer wenn ich dachte, jetzt muss ich raus aus dem Schuh, habe ich mich zu einer weiteren Abfahrt überredet. Das nehme ich auch mal als Beweis, dass es absolut Spaß gemacht hat.
Der Liftausfall hat mir ganz nebenbei auch noch meine erste Schneemobilerfahrung gebracht. Jetzt kann ich nachvollziehen, warum "skidooing" viele Kanadier als Lieblingsbeschäftigung angeben. Der Fahrtwind vereist den Bart und obwohl man ordentlich Geschwindigkeit bekommt, kann man durch Gewichtsverlagerung doch einen erheblichen Einfluss auf den Schlitten nehmen. Ohne Frage auch eine komfortable Art, den Berg wieder nach oben zu kommen.
Für den ganzen Spaß hatten wir heute sogar direktes Sonnenlicht. Ja! Die Sonne schafft es wieder über einige der Gipfel und das fühlt sich unglaublich gut an.
Soweit fühlt sich der heutige Sonntag als einer der besten Tage in Dawson bisher überhaupt an. Und das begann eigentlich gestern Abend schon im Downtown Hotel und in the Pit. Für einen Film- und Musikmarathon waren einige Leute in der Stadt, die das Nachtleben mal wieder in etwas Abwechslung getaucht haben.
Gute Nachrichten gibt es auch von der "Kümmer-Front". Am Dienstag bekomme ich meine Arbeitsantragunterlagen von Karen zurück und kann den Papierkram wohl im Laufe der Woche auf die Reise schicken. Sie hat mir auch einen Brieg versprochen, in dem sie beschreibt, dass ich bereits hier gearbeitet habe und sie es sehr begrüßen würden, wenn mein Visum verlängern werden würde. Das gibt mir ein gutes Gefühl für die ganze Sache und auch der zeitliche Rahmen ist perfekt.
Mit ein bisschen Glück - und das zeigt sich wahrscheinlich schon heute - wird die Wohnungssuche für den Sommer deutlich leichter als gedacht. Für den Sommer wollen wir in die Stadt ziehen und ein Haus mit Wasser und Dusche haben. Das würde Vieles einfacher und angenehmer machen und wir haben bereits ein Angebot für ein preislich angenehmes Haus an der Ecke 7th Avenue und Queen Street.
Was jedoch auch nicht heißt, dass uns das Hüttenfieber frisst. Ganz im Gegenteil. Für den Winter ist dieser Platz so unglaublich gut. Die Erfahrung mit Holz zu heizen, ohne fliessend Wasser zu leben und die Northern Lights viel besser als in der Stadt zu sehen. Vorgestern Nacht habe ich die bisher absolut (!) spektakulärsten gesehen. Erst grün, dann weiß und sogar pink. Heftig tanzend. Ein Fest für den Sehnerv. Direkt aus dem Bettfensterkino.
Sollte tatsächlich jemand Schwierigkeiten haben diese Zeilen zu interpretieren: Ich bin fertig angekommen und habe eine super Zeit. Alles läuft wie erhofft und endlich beginnt der aktivere Teil des Winters. Auch die Planung für die nahe Zukunft sieht bestens aus: Heute Abend Danceparty in the pit. Am Wochenende Eishockeyturnier in Dawson mit Mannschaften aus dem ganzen Yukon. Bald wieder snowboarden und weiterhin dreimal die Woche Eishockey, morgen ein Drop-in-Game (spontane Mannschaften, je nachdem wer da ist) am Mittwoch wieder gegen die Old Stars (altverdiente Dawsonites über 32. Nebenbei, unsere Mannschaft heißt Blazing Aces und wird vom Diamond Tooth Gerties Kasino gesponsort.)
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