zu interessant um wahr zu sein
Wir sind 400 km und noch mitten in der Zivilisation.
Haben gestern unsere Rucksaecke gepackt und sind mit dem Bus zum Starbucks gefahren, in dem die Blandine arbeitet und die Autobahnauffahrt gleich um die Ecke ist. Wollten eigentlich nur Tschuess und Danke sagen, doch unsere Rucksaecke wecken einmal mehr Neugierde und nachdem wir unsere Geschichte und das Ziel fuer heute erzaehlt haben, laedt uns der Fragende auf einen Tee ein. So kann der Tag starten und ein paar Minuten spaeter stehen wir an der Auffahrt zum Highway 102 in Richtung Norden und halten unser Sydney- und Happy-Easter-Pappschild in die Luft.
Es dauert wiede eine gefuehlte halbe Stunde und der erste Wagen haelt. Wenn es uns nichts ausmacht, dass er bei vier Supermaerkten halten und etwas abliefern muss, kann er uns bis nach Sydney mitnehmen. Der Bus ist voll beladen mit Kartons voller Keksen und hat eine ordentliche Delle an der Beifahrerseite. Der Typ wirkt sympathisch und wir sind ganz froh, direkt nach Sydeny zu kommen, da wir keine wirklich hilfreiche Karte von Nova Scotia haben. Also steigen wir ein.
Um ehrlich zu sein, sind wir mal wieder mit sehr vagen Plaenen aufgebrochen. In etwa, wir wollen nach Neufundland. Vielleicht heute. Vielleicht morgen. Man munkelt von einer Faehre, St.-John's und einem Nationalpark. Nicht sehr konkret, doch unsere Mitfahrgelegenheit wird zum Gluecksgriff.
Nicht nur, dass er Kaffee, Sandwiches und Zimtschnecken ausgibt und wir einen weiteren Strich in der Aufzaehlung "Menschen, die wir von uns und unserer Reise begeistert haben" machen koennen, er ist in Sydney aufgewachsen und hat zeitweise auch auf Neufundland gelebt und kann dadurch unserem Plan konkretere Konturen verleihen. Er verraet uns, was wir sehen sollten, was er erlebt hat und wo man als Tramper Geduld beweisen muss.
Das Wetter wechselt alle zehn Minuten. Regen aus scheinbar blauem Himmel, wird staerker und zu Hagel. Hoert auf und wieder zehn Minuten spaeter schneit es. Verrueckt, aber auch darauf duerfen wir uns wohl die naechsten Tage und Naechte einstellen.
Wir halten an dem ein oder anderen See-Aussichtspunkt und entladen Kekse in Supermaerkte. Unterhalten uns ueber Stinktiere, karibischen Rum und Kanada. Von seinem Handy aus koennen wir unseren Gastgeber in Sydney anrufen, der ueberrascht ist, dass wir die 400 km so schnell geschafft haben und werden direkt vor der Haustuer abgesetzt.
Hier ist der letzte Couchsurfer erst vor ein paar Stunden gegangen und die Luftmatrazen sind noch nicht mal aufgeraeumt, da belagern wir sie schon. Zum zweiten Mal an diesem Tag lernt man einen vollkommen fremden Menschen kennen und findet sehr schnell einen grossen gemeinsamen Interessen- und Erfahrungsbereich. Auf das typisch kanadische fuehlt euch wohl und bedient euch, folgt ein Bierbarabend in Sydney mit Ray (Fahrer), Nick (Gastgeber) und einer Kollegin von ihm.
Der Abend (sprich etwa 4 Stunden nachdem sie uns kennengelernt hat und wir gerade unsere Geschichte nur von heute erzaehlt haben) endet mit einem Zitat von der Kollegin (Name mal wieder vergessen. Ich und Namen.): "If there would be a movie about your trip, I would say these characters act too random and are too interesting to be real." (Wenn es ueber eure Reise einen Film gaebe, wuerde ich sagen die Personen handeln zu willkuerlich und sind zu interessant um authentisch zu sein.)
Mit Spontanitaet und Flexibilitaet werden wir wohl einen Tag in Sydney verbringen. Nehmen morgen die Faehre nach Neufundland. Wollen (am besten mit einer Gelegenheit, die sich auf der Faehre findet) direkt nach Saint-John's (906 km weiter, wo Internetanschluss und Couchsurfing kein Problem sein sollte) und reisen dann zurueck zur Faehre, sprich einmal quer und einhalbmal laengs durch Neufundland, sprich wieder 906 km.
Sehr gute Erfahrungen mal wieder. Riesenvorfreude auf Neufundland. Lachender Optimismus. Viel zu schreiben von einem Tag, den man eigentlich lieber erzaehlen wuerde. Danke fuers Daumendruecken, das war exzellent.
Haben gestern unsere Rucksaecke gepackt und sind mit dem Bus zum Starbucks gefahren, in dem die Blandine arbeitet und die Autobahnauffahrt gleich um die Ecke ist. Wollten eigentlich nur Tschuess und Danke sagen, doch unsere Rucksaecke wecken einmal mehr Neugierde und nachdem wir unsere Geschichte und das Ziel fuer heute erzaehlt haben, laedt uns der Fragende auf einen Tee ein. So kann der Tag starten und ein paar Minuten spaeter stehen wir an der Auffahrt zum Highway 102 in Richtung Norden und halten unser Sydney- und Happy-Easter-Pappschild in die Luft.
Es dauert wiede eine gefuehlte halbe Stunde und der erste Wagen haelt. Wenn es uns nichts ausmacht, dass er bei vier Supermaerkten halten und etwas abliefern muss, kann er uns bis nach Sydney mitnehmen. Der Bus ist voll beladen mit Kartons voller Keksen und hat eine ordentliche Delle an der Beifahrerseite. Der Typ wirkt sympathisch und wir sind ganz froh, direkt nach Sydeny zu kommen, da wir keine wirklich hilfreiche Karte von Nova Scotia haben. Also steigen wir ein.
Um ehrlich zu sein, sind wir mal wieder mit sehr vagen Plaenen aufgebrochen. In etwa, wir wollen nach Neufundland. Vielleicht heute. Vielleicht morgen. Man munkelt von einer Faehre, St.-John's und einem Nationalpark. Nicht sehr konkret, doch unsere Mitfahrgelegenheit wird zum Gluecksgriff.
Nicht nur, dass er Kaffee, Sandwiches und Zimtschnecken ausgibt und wir einen weiteren Strich in der Aufzaehlung "Menschen, die wir von uns und unserer Reise begeistert haben" machen koennen, er ist in Sydney aufgewachsen und hat zeitweise auch auf Neufundland gelebt und kann dadurch unserem Plan konkretere Konturen verleihen. Er verraet uns, was wir sehen sollten, was er erlebt hat und wo man als Tramper Geduld beweisen muss.
Das Wetter wechselt alle zehn Minuten. Regen aus scheinbar blauem Himmel, wird staerker und zu Hagel. Hoert auf und wieder zehn Minuten spaeter schneit es. Verrueckt, aber auch darauf duerfen wir uns wohl die naechsten Tage und Naechte einstellen.
Wir halten an dem ein oder anderen See-Aussichtspunkt und entladen Kekse in Supermaerkte. Unterhalten uns ueber Stinktiere, karibischen Rum und Kanada. Von seinem Handy aus koennen wir unseren Gastgeber in Sydney anrufen, der ueberrascht ist, dass wir die 400 km so schnell geschafft haben und werden direkt vor der Haustuer abgesetzt.
Hier ist der letzte Couchsurfer erst vor ein paar Stunden gegangen und die Luftmatrazen sind noch nicht mal aufgeraeumt, da belagern wir sie schon. Zum zweiten Mal an diesem Tag lernt man einen vollkommen fremden Menschen kennen und findet sehr schnell einen grossen gemeinsamen Interessen- und Erfahrungsbereich. Auf das typisch kanadische fuehlt euch wohl und bedient euch, folgt ein Bierbarabend in Sydney mit Ray (Fahrer), Nick (Gastgeber) und einer Kollegin von ihm.
Der Abend (sprich etwa 4 Stunden nachdem sie uns kennengelernt hat und wir gerade unsere Geschichte nur von heute erzaehlt haben) endet mit einem Zitat von der Kollegin (Name mal wieder vergessen. Ich und Namen.): "If there would be a movie about your trip, I would say these characters act too random and are too interesting to be real." (Wenn es ueber eure Reise einen Film gaebe, wuerde ich sagen die Personen handeln zu willkuerlich und sind zu interessant um authentisch zu sein.)
Mit Spontanitaet und Flexibilitaet werden wir wohl einen Tag in Sydney verbringen. Nehmen morgen die Faehre nach Neufundland. Wollen (am besten mit einer Gelegenheit, die sich auf der Faehre findet) direkt nach Saint-John's (906 km weiter, wo Internetanschluss und Couchsurfing kein Problem sein sollte) und reisen dann zurueck zur Faehre, sprich einmal quer und einhalbmal laengs durch Neufundland, sprich wieder 906 km.
Sehr gute Erfahrungen mal wieder. Riesenvorfreude auf Neufundland. Lachender Optimismus. Viel zu schreiben von einem Tag, den man eigentlich lieber erzaehlen wuerde. Danke fuers Daumendruecken, das war exzellent.
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