Die Verkettung gluecklicher Umstaende

Veröffentlicht auf von Martin & Daniel

1000km in der Retrospektive.
Teil 2, von Fredericton nach Halifax:

Getreu der vorsichtigen Prognose beim Trampen kann ordentlich Zeit drauf gehen, haben wir uns wieder um 7.30 Uhr aus dem Schlafsack gequaelt und die ziemlich computersuechtige Couchsurfing-WG verlassen. Einen Fahrer zu finden, war diesmal kein Problem. Nach einer gefuehlten halben Stunde sassen wir schon in einem Pick-Up mit dem direkten Ziel Moncton.
Dann hat eine Verkettung guenstiger Zufaelle uns zu Jordy und Sara gebracht. Die Beiden waren schon Teil der WG in Toronto und sind letzten Sonntag nach Moncton gezogen. Wir hatten allerdings keine aktuelle Nummer oder Adresse.
So sind wir auf der Suche nach einem Internetcafe durch Moncton gezogen und die Stadt wollte nicht wirklich gefallen. Waehrend einer Verschnaufpause spricht uns Sean Sullivan wegen unserer grossen Rucksaecke an. Er hat uns aus seinem Buero auf der anderen Strassenseite gesehen und bietet seine Hilfe an. Die besteht in unserem Fall in der Adresse vom Hostel und moeglichen Telefonnummern. Netter Mann!
Beim Telefonieren haben wir allerdings keinen Erfolg. Sprechen zwar mit einer Sarah Nason, doch die hat ein h zu viel im Namen. Um ausufernden rucksackbeschwerten Spaziergaengen zu entgehen, streben wir das Hostel an. Doch auch hier (scheinbar) kein Glueck. Neue Gaeste muessen sich bis halb 5 gedulden. Also schleichen wir gezwungenermassen am Ufer des Petitcodiac Rivers entlang und entdecken dabei die schoenere Seite von Moncton. Bei der Suche nach einer Telefonzelle stolpert Daniel is ein offenes Wlan und wir sehen, dass Sara auf facebook geschrieben hat. Mit Telefonnummer.
Unter der erreichen wir sie auch und sie bietet uns nicht nur einen Schlafplatz an, sondern erzaehlt, dass sie morgen nach Halifax fahren. Halifax? Are you serious? Das ist auch unser naechstes Ziel und ihre Rueckbank ist noch frei.
So verbringen wir den Rest des Tages mit dem Leeren eines Kuehlschranks, dem Fuellen einer Waschmaschine und einem Ausflug in das Nachtleben der Stadt. War schoen die Beiden wieder zu sehen und als Highlight von Moncton kuehren wir die kleine Brauerei Pumphouse. Definitiv eines der besseren Biere, die wir in Kanada bisher kosten durften.
Die Strecke nach Halifax haben wir dann folglich ohne kalte Haende und Wartezeit hinter uns gebracht. Und hier sind wir nun. In Halifax. Eine Stadt, die schon nach Spass klingt. Und das bisher auch wahr gemacht hat. 
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