Riviere-du-Loup

Veröffentlicht auf von Martin & Daniel

In Montreal konnten wir beobachten, wie Schnee- und Eishaufen zu Pfuetzen werden, Strassencafes wieder oeffnen und die Jacken konnten meistens daheim bleiben. Das begeisterte Wort Fruehling hat man hier und da froehlich durch die Luefte streifen gehoert.
Doch Quebec war noch fest in der Hand von Vaeterchen Frost. Schneeberge, die Fenster im ersten Stock verdunkeln. Unbegehbare Wiesen und ein stets kalter Wind, der den Sonnenschein nicht recht hat wirken lassen wollen. Heute ging es dann nochmal 230 km weiter und das hauptsaechlich Richtung Norden. Kein Wunder also, dass das Wetter hier nicht zum Zelten einlaedt.
Unser Plan fuer heute war eigentlich nach Riviere-du-Loup in Richtung Edmundston weiterzutrampen. Dort gibt es allerdings weder Couchsurfer noch ein Hostel. Nur Zeltplaetze. Diesen Plan haben wir - vernuenftig wie wir sind - verworfen. Haben lieber die oertliche Jugendherberge aufgesucht und betreten. Doch da war ausser einem Hinweis auf Franzoesisch niemand zu finden. Also haben wir unsere Rucksaecke dort zurueckgelassen und wollten sehen, was das Nest zu bieten hat. Hauptsaechlich ferme-Schilder in Fenster und Tueren, denn hier ist Winter. Zumindest gab es dann einen Kaffe und spaeter noch das bisher billigste Burgermenue. Nachdem wir gemuetlich zurueckgelaufen sind (mit Blick auf Fluss und Berge, sehr schoen, aber keine Kamera dabei gehabt, leider) haben wir uns die restliche Wartezeit mit zwei Partien Schach vertrieben. Dann kam auch schon jemand, der sich fuer das gemuetliche Hostel verantwortlich fuehlt und zeigt uns das Zimmer.
Heute also unsere erste Nacht abseits von heimeligen Couchen in einem Hostel und der Plan sieht wie folgt aus: Morgen geht es bei Zeiten aus den Federn und an den Fruehstueckstisch. Danach laufen wir etwa 45 Minuten zu der naechsten Autobahnauffahrt und versuchen moeglichst bis nach Fredericton zu trampen. Wie gestern schon gesagt, sollte es dort wieder einfacher werden.
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