Was zu lesen fuer die Fahrt
Es wurde geplant.
Nahe Zukunft: Heute geht es per Mitfahrgelegenheit (Wir sind jetzt Mitglied in einem franzoesischsprachigen Netzwerk fuer billige Busalternativen namens Amigo Express. Ist ein bisschen wie Fischen im Trueben, aber wir haben ja immer einen Uebersetzer zur Hand.) nach Quebec. Stadt 4 auf unserer Route wird auch ohne Hostelkosten auskommen, da wir wieder einen einquartierfreudigen Gastgeber bei Couchsurfing gefunden haben. Dort bleiben wir vermutlich bis Dienstag, da man in der gleichnamigen Hauptstadt von Quebec nicht viel mehr als 2 Tage verbringen kann. Der genaue Abfahrttermin wird allerdings vom Wetter und eventuellen Mitfahrgelegenheiten abhaengen.
Absehbare Zukunft: Danach wird unsere Reise eine andere sein. Weniger Komfort weniger Anlaufstellen, mehr Zelten, mehr Natur. Zu Fuss und als Anhalter geht es einmal quer durch New Brunswick (wie rechts unter Reiseroute zu lesen) und an der Nordkueste der Bay of Fundy (bekannt fuer seinen extrem hohen Tidenunterschied) entlang durch den Fundy National Park in Richtung Moncton. Bis dahin duerfte es Anfang April sein.
Ferne Zukunft: Von Moncton geht es weiter in das naechste »Bundesland« Nova Scotia und direkt in die dortige Hauptstadt Halifax. Wetter und sich auftuende Moeglichkeiten werden den Weg durch Nova Scotia bestimmen. Aber schoen waere eine Art Rundreise um den Sued-West-Teil des inselartigen Gebildes, zurueck nach Halifax und dann in den Nord-Ost-Zipfel. Von dort wuerde auch die Faehre nach Neufundland ablegen. Neufundland heisst noch ganz unkonkret East-Coast-Trail und Gros Morne National Park. Wenn wir den Rueckweg von Neufundland anstreben, koennte es Anfang/Mitte Mai sein. Und weiter wollen wir mal nicht in die zeitliche Ferne schweifen.
Vorbereitung: Wir waren Einkaufen. Haben ein Zelt mit Unterlegplane (bei nassen Witterungen), Gaskocher, Toepfe und Pfannen (schoen leicht und handlich), Reisebesteck, Wasserkanister (faltbar), biologisch vertraegliches Spuelmittel, Impraegnierspray, ein paar Seile und Gurte im Mountain Equipment Coop gefunden. In Sachen Preis und ersten Augenschein mit allem zufrieden, faellt das Zelt aus der Reihe. Das entpuppt sich beim Auspacken als eindeutig gebraucht. Das liegt wohl daran, dass der Fachhandel auch Zelte verleiht und danach wohl ins falsche Regal legt. Beim Umtauschen mussten wir zwar auf eine andere Farbe ausweichen, aber dafuer (hehe) gab es einen Nachlass von fast 30 $.
Da wir vor haben unseren Kuestenwechsel in Richtung Vancouver strategisch guenstig in Montreal zu beginnen, koennen wir einiges an Kartenmaterial von Ghislain mitnehmen. In Sachen Internet wird der bisherige Informationsfluss vermutlich eher zu einem Bach, aber wir werden so oft wie moeglich Lebenszeichen von uns geben.
In Sachen Wetter darf man hier sehr optimistisch sein. Zwar sinkt das Thermometer immer mal wieder nahe an den Gefrierpunkt, aber unsere Reise bringt uns an einen geografisch beguennstigten Flecken, der in den Sommermonaten fuer seine Badestraende bekannt ist und die Nordsee als Eisbad dastehen laesst. Wir sind sehr froh, den Grossstaedten bald zu entkommen und sind gespannt, was die andere Seite des Atlantiks uns bietet. Zelten, Lagerfeuer, dem schweren Rucksack bei Kuestenwanderungen die weite Welt zeigen. Das klingt schon sehr nach dem, weswegen wir nach Kanada aufgebrochen sind.
Vergangenheit: Der Donnerstag stand im Zeichen des Shopping. Allerdings nur in Bauumaerkten und Outdoorlaeden. Gestern hat das Zeltumtauschen noch Zeit gekostet, aber per Bus ging es schliesslich doch nach Bonneterre. Einer mit 80.000 Einwohnern kleineren Stadt nahe Montreal. War mal was anderes, doch nicht so viel anders als eine deutsche Kleinstadt. Haessliches Industreigebiet, das wir auf dem Weg zum oertlichen Naherholungsgebiet durchqueren mussten. Dort allerdings sehr schoen und die Eichhoernchen sehr zutraulich. (Das macht zuversichtlich fuer Frischfleich in der Wildnis, hehe.) Kulturschock beim Mahlzeit Einnehmen in der staedischen Einkaufsgallerie und wieder zurueck.
Heute werden Rucksaecke gepackt, lange Blogeintraege geschrieben und heute Abend mal wieder in einer anderen Stadt und 230 km weiter die Augen zugemacht.