bei Tageslicht...

Veröffentlicht auf von Martin

und nach einer durchgeschlafenen Nacht sieht das alles schon ein bisschen besser aus.

 

Rückblick: Trampen war super. Habe keine einzige Sekunde gewartet. Kirsty hat mich bis zur Grenze gefahren. Dort mussten wir warten bis die faulen Amis das Arbeiten anfangen und so konnte ich mich in das Auto eines deutschen Pärchens schleichen. Die haben mich bis nach Tok mitgenommen und als ich festgestellt habe, dass ich meine Brotzeit im Kühlschrank hab liegen lassen, haben sie mich sogar von ihrer Kühlbox naschen lassen.

In Tok war ich auf dem Weg in eine Tankstelle um mir eine Flasche Wasser zu kaufen und auf dem Weg dorthin hat eine Indianerin ihre Späkünste genutzt und meinen Anchorage-Pappkarton als Anlass genommen, mich 20 Meilen aus der Stadt zu fahren.

Dort abgesetzt wollte ich eigentlich nur 200m laufen, um an eine Stelle zu kommen, an der mich Vorbeifahrende besser sehen, da hält auch schon ein Truck an, der mich die restlichen 350 Meilen bis nach Anchorage fährt. Doch das war nicht genug. Er versorgt mich auch mit frischen Pfirsichen und Pflaumen aus British Columbia und macht seine Frau zum City-Taxi, das mich von seinem Absetzort zum Hostel fährt. Auch ihr ist das an Freundlichkeit noch nicht genug und sie bringt mir zwei Sandwichs mit.

Wäre ich in einem eigenen Auto gefahren, hätte ich die Strecke nicht schneller zurückgelegt.

 

Ich behaupte mal zwischen Kirsty und Kanada vermissen und Vorfreude auf Deutschland bin ich recht schwer zufriedenzustellen. Aber heute macht Anchorage schon einen besseren Eindruck, auch wenn mich meine Kreditkarte mal wieder mehr als erhofft hin und her hat rennen lassen. Mal sehen, was hier die nächsten Tage noch passiert, bevor ich am Samstag um 14:30 Uhr in den Condor-Flieger nach Frankfurt steige.

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:

Kommentiere diesen Post